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„Rasenkönig“ Roger Federer triumphiert beim Jubiläums-Finale

Schweizer Rekord-Champion gewinnt bei den 25. GERRY WEBER OPEN zum neunten Mal – In nur 53 Minuten zum 6:1, 6:3-Finalsieg über Alexander Zverev

Alle Neune! Der Schweizer Roger Federer hat seinen Status als Rekordsieger der GERRY WEBER OPEN eindrucksvoll untermauert. Im Endspiel der 25.GERRY WEBER OPEN ließ der Maestro der deutschen Nummer eins Alexander Zverev keine Chance und gewann das „Traumfinale“ in gerade einmal 53 Minuten mit 6:1 und 6:3. Federer feierte damit bereits seinen vierten Turniersieg in diesem Jahr, während Zverev seine erste Final-Niederlage hinnehmen musste. 

Roger Federer startete geradezu überfallartig in sein elftes Finale bei den GERRY WEBER OPEN und erwischte einen sichtlich überforderten Alexander Zverev völlig auf dem falschen Fuß. So entwickelte sich im ausverkauften GERRY WEBER STADION schnell eine echte „One Man“-Show. Während Federer die Bälle gerade mit der Rückhand geschickt verteilte und über den Slice das Tempo aus dem Spiel des Deutschen nahm, blieb Zverev komplett in den Startblöcken kleben. Die ersten sieben Punkte gingen alle an Federer. Der Shootingstar wirkte regelrecht blockiert. Eine Mischung aus Anspannung, Respekt, Nervosität und möglicherweise auch Müdigkeit führten beim Hamburger zu einem zu fehlerhaften Auftritt und das nutzte Federer gnadenlos aus. Gleich dreimal schnappte sich der achtfache GWO-Champion ein Aufschlagspiel der deutschen Nummer eins und so war der erste Satz bereits nach 22 Minuten und einem überdeutlichen 6:1 Geschichte. Zverevs Vorhandfehler beim ersten Satzball des Schweizer war geradezu symptomatisch für die Vorstellung des Lokalmatadors bis zu diesem Zeitpunkt. 

Doch mit Satzrückständen kannte sich Zverev bei diesem Turnier ja bereits aus. Sowohl im Viertel- (gegen Roberto Bautista-Agut) als auch im Halbfinale (gegen Richard Gasquet) holte er sich nach einer furiosen Aufholjagd noch den Sieg. Auch diesmal verlief der Start in den Satz durchaus vielversprechend. Zverev erarbeitete sich immerhin seinen ersten Breakball, den Federer aber ohne mit der Wimper zu zucken abwehrte. Dann stockte den 11.500 Zuschauern unter dem geschlossenen Dach des GERRY WEBER STADIONS kurz der Atem: Zverev rutschte beim Versuch einen Federer-Stopp zu erreichen aus und landete im Netz. Nach kurzer Behandlungspause während des Seitenwechsels konnte der Weltranglisten-Zwölfte aber weitermachen und variierte nun mehr bei eigenem Aufschlag. Immer wieder versuchte er Federer auch mit Serve & Volley zu beeindrucken, allerdings ohne messbaren Erfolg. Nicht nur, dass der „Maestro“ seine eigenen Aufschlagspiele so souverän abspulte wie einen morgendlichen Waldlauf, er fand auch auf fast alle Zverev-Attacken die richtige Antwort. Der Schweizer zeigte sein mit Abstand bestes Match auf Rasen in dieser Saison – auch in Sachen Effizienz! Gleich bei seiner ersten Breakchance fand Federers Vorhandpassierschlag seinen Weg ins Ziel. Zwar wehrte sich Zverev mit der drohenden Final-Niederlage vor Augen noch einmal nach Kräften, doch am Thron des unumstrittenen Rasenkönigs konnte er zu keiner Phase rütteln. Gleich mit seinem ersten Matchball machte Federer alles klar, beendete das kürzeste Finale in der Geschichte der GERRY WEBER OPEN und genoss fortan sichtlich das Bad in der Menge. 

„Es ist ein Traum so ins Finale zu starten und es dann durchzuziehen. Ich habe super gespielt. Heute hat wirklich alles geklappt. Es war mit Abstand mein bestes Match in dieser Woche. Aber auch Sascha hat ein tolles Turnier gespielt. Ich bin sehr froh, dass er sich bei dem Sturz nicht verletzt hat. Es fühlt sich einfach gut, hier Selbstvertrauen tanken zu können“, sagte Federer im Sieger-Interview nach dem Match. Mit dem Sieg in Halle/Westfalen hat der Schweizer Ausnahmeathlet einen weiteren Rekord gebrochen und zum ersten Mal in seiner Karriere ein Turnier neunmal gewonnen.   

Und das wusste auch Alexander Zverev zu schätzen: „Wie Du mit 35 Jahren noch spielst ist unglaublich und was Du auf dem Tennisplatz machst, werden wir in unserer Sportart wohl nie wiedersehen. Es ist immer eine Freude gegen Dich zu spielen, nur heute war es das nicht. Vielleicht hättest Du etwas netter zu mir sein können“, sagte Zverev mit einem Augenzwinkern und hatte auch ein Lob für die Veranstalter übrig: „Ihr macht hier wirklich einen Riesenjob. Das Turnier wird jedes Jahr besser. Der Rasen ist perfekt. Und jeder freut sich hier nächstes Jahr wiederzukommen.“

 

Lang lebe der König! "Rasenkönig" Roger Federer hat die GERRY WEBER OPEN zum neunten Mal gewonnen und Alexander Zverev im Finale keine Chance gelassen. Foto: GERRY WEBER OPEN/KET
Was Alexander Zverev auch probierte, Roger Federer hatte auf alle Fragen des Shootingstars eine Antwort. Foto: GERRY WEBER OPEN/KET
Roger Federer strahlte über das ganze Gesicht nachdem er das kürzeste Finale in der Geschichte der GERRY WEBER OPEN für sich entschieden hatte. GERRY WEBER OPEN/KET
Siegerfoto mit Dame: Finalist Alexander Zverev (links) und GWO-Champion Roger Federer nehmen Topmodel Eva Herzigova in ihre Mitte. Foto: GERRY WEBER OPEN/KET